Gewohnheiten wechseln, um das Auftreten des
Diabetes zu verzögern

Eine sehr ermutigende Studie der finnländischen Gruppe von J. Tuomilheto und seinen Mitarbeitern/-innen zeigt, dass es möglich ist, dem Auftreten des Diabetes Typ 2 bei Fällen von Fett-leibigkeit und Glukoseintoleranz (Zwischen-zustand zwischen Normalität und Diabetes) durch Veränderungen der Lebens-gewohnheiten vorzubeugen oder es zu verzögern.
Die Ziele der Behandlung sind:

  
Gewichtsreduktion > 5 %
Fettzufuhr / Tagesenergie < 30 %
Gesättigte Fettsäuren / Tagesenergie < 10 %
Ballaststoffe ³15 g / 1000 kcal
Bewegung (anaerob und muskelbildend) > 4 h / Woche

Verglichen mit einer Kontrollgruppe (ohne Behandlung, n=257) ist die Zahl der neuen Diabetesfälle in der Gruppe, die ihre Lebensgewohnheiten verändert hat, (n=265) um 58% tiefer. Obwohl die Studie nicht zur Beantwortung dieser Frage konzipiert war, lässt sie den Schluss zu, dass Bewegung selbst ohne Gewichtsverlust vor Diabetes schützen kann. Kein einziger Diabetes ist ausgebrochen bei den 49 Versuchspersonen, welche im Minimum 4 der 5 Ziele erreicht haben. Der Herausgeber des New England journal of Medicine fragt sich zu recht, ob diese Art Intervention übertragbar sei! (JJG)
Tuomilheto J. et al. Prevention of Type 2 Diabetes Mellitus by changes in Lifestyle among Subjects with Impared Glucose Tolerance. N Engl J Med 2001; 344 : 1343-50 (www.nejm.org).
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